|
|
Nachrichten Nachrichten aus dem Reich Gottes zu den Themen Gebet, Gemeindeentwicklung und Erweckung – recherchiert aus über 100 zuverlässigen Quellen in sechs Kontinenten. Hier finden Sie alle Informationen und die Möglichkeit zur Bestellung. |
|
|
Zum Online-Shop für Bücher und Vortrags-CD´s Sie gehören zu denjenigen, die im Internet einkaufen? Mit Ihrer Bestellung bei amazon.de unterstützen Sie unsere Arbeit, wenn Sie nachfolgenden Banner nutzen:
Bücher zum Thema Hauskirche und Gemeindeentwicklung bestellen Sie aber bitte weiterhin bei uns! |
Das
neutestamentliche "Zweitakt-Modell"
Das
Überwinden des Denominationalismus
Schienenwechsel:
von 2 & 4 auf 1 & 3
Einige
Vorteile dieser Entwicklung
Das Entstehen der City ChurchWie durch
das Verschmelzen traditioneller Gemeinden ein neues Kapitel der
Kirchengeschichte anbricht
Stellen sie sich vor, an ihrem Ort oder ihrer
Region würden sich die Christen wieder wie in urchristlichen Zeiten an zwei
Orten treffen:
1. "von Haus zu Haus", also dezentral in vielen
Hauskirchen, und
2. immer wieder alle zusammen an einem zentralen und wirklich
großen Ort "in der Tempelhalle Salomos", einem großen Saal, einer
Halle, einem Stadion.
In den Häusern würden sie authentisch miteinander das Leben
teilen, organische Gemeinschaft leben und so ein echtes "Schaufenster
Gottes" für ihr Wohnviertel sein. In den großen Festgottesdiensten würden
sie immer wieder ein unübersehbares Zeichen der Einheit von Gottes Volk
setzen und ihrer Zusammengehörigkeit Ausdruck geben. Sie würden ein großes
Fest feiern und einen Ort bieten, an dem die kleinen Hauskirchen zu einer großen
Vision zusammenfinden und den Charakter einer Bewegung annehmen können. Das würde
wieder - wie damals - ganze Städte und Regionen durch das Evangelium von
Jesus Christus verändern. Und niemand könnte leugnen: "Ihr habt
Jerusalem mit euer Lehre erfüllt" (Apostelgeschichte 5,28).
An vielen Orten der Welt beginnt sich, besonders seit der Jahrtausendwende, genau dieses "Zweitakt-Modell von Kirche" wieder zu regen, Echtheit im Kleinen und im Großen, das Zusammenwirken von Hauskirchen und Stadtkirche (oder Regionalkirche), organische, familiäre Gemeinschaft und geistliche Heimat in den Häusern, sowie regelmäßige Großtreffen von Christen, die alle kleinlichen Barrieren zueinander überwinden und erkennen: in Christus sind wir eins vor Gott und der Welt. Es ist so, als ob sich Christen heute wieder bewusst oder unbewusst nach einem unsichtbaren geistlichen Magnetfeld ausrichten wie die guten alten Eisenfeilspäne auf dem Overheadprojektor unseres Physiklehrers. Was tut Gott hier? Wo ist Gemeinde zuhause?
Es ist hilfreich sich vor Augen zu führen, dass es 4 Ebenen
gibt, auf denen die Christenheit heute existiert:
das Haus (cell, Ebene 1),
die Pastorenkirche (congregation, Ebene 2),
die stadtweite oder regionale Dimension von Kirche (celebration,
Ebene 3)
und die überregionale Verbindung von Gemeinden, die
Denomination (Ebene 4).
Ich will kurz erläutern, was diese Ausdrücke bedeuten:
1. Die cell (Zelle oder "Kleingruppe") ist normalerweise einfach "die Gemeinde im Haus" und ist typischerweise zwischen 3 und 15 Erwachsenen groß. Hier können enge Beziehungen gepflegt werden und die Zellen funktionieren zumeist organisch, das bedeutet, die Mitglieder stehen in direktem unbürokratischem Kontakt zueinander und nehmen am Leben der anderen teil. 2. Die congregation (Pastorenkirche) ist "mittelgroß", üblicherweise zwischen 16 und 300 Personen. Sie funktioniert formeller als die Zelle, ist organisierter, hat normalerweise einen Pastor, Mitarbeiter, eine Art von Gottesdienst und verschiedene Programme. Diese Lokalgemeinde arbeitet häufig parochial, d.h. sie dient den Mitgliedern eines bestimmten geographischen Gebietes und verfügt in der Regel über besondere Gemeinderäumlichkeiten, einen Kirchenbau gleich welcher Art, ein Gebäude also, das besonderen religiösen Zwecken dient. Die Mitglieder haben normalerweise keinen direkten und natürlichen Kontakt mehr mit allen anderen Mitgliedern; dafür sind sie zu viele, und die Strukturen der Treffen einer solchen Gemeinde lassen das in der Regel auch nicht zu. 3. Die celebration, die Feierversammlung, ist typischerweise eine "große" Versammlung von Christen (300 oder mehr Personen), die aus ihrem Gebiet zusammenkommen, um ihre Einheit in Christus zu dokumentieren. Gemeinsam feiern sie, was Gott getan hat und für sie tun will und freuen sich gemeinsam auf die Rückkehr von Christus. Solche Feiergottesdienste können im Freien stattfinden, in Stadien, Konferenzzentren oder anderen großen Hallen und werden oft von Christen mit apostolischer und prophetischer Begabung geleitet. Die Besucher können unmöglich alle miteinander Kontakt aufnehmen und gehen fröhlich in der Masse unter.
4. Die Denomination ist ein in der Regel
nationaler (oder auch internationaler) Bund von Gemeinden besonderer Prägung,
etwa aller baptistischer , methodistischer , evangelischer , katholischer ,
mennonitischer Gemeinden, aller Pfingstgemeinden etc.
Das neutestamentliche "Zweitakt-Modell"Im
Neuen Testament finden wir ausdrücklich nur zwei dieser vier Ebenen, die cell
(Ebene 1) und die celebration (Ebene 3), die Gemeinde "von
Haus zu Haus" und die stadtweiten Zusammenkünfte, etwa die Gemeinde zu
Antiochien (Apg. 14,27) oder die Gemeinde zu Jerusalem (Apg 15,4), die sich eine
Zeitlang in der Halle Salomos traf. Die "Gemeinde zu Antiochien" war
dabei nichts anderes als die Gesamtheit aller Hauskirchen in Antiochia. Benannt nach der GeographieDie Gemeinde im Neuen Testament wurde nach dem Ort, also ihrer geographischen Lage genannt, nicht nach einer Denomination. Es war die "Stadtkirche", buchstäblich die "Kirche der Stadt". Die Gesamtzahl aller Christen in der Region der Stadt verstand sich als Gemeinde zu Ephesus, zu Antiochia, Jerusalem oder Korinth. Auch Paulus schrieb seine Briefe an "die Römer, Galater, Philipper oder Kolosser", also an die Gesamtzahl aller Christen an einem Ort oder in einer Region. Es ist richtig, dass einige Sekten sich dieses Wahrheitselement herausgepickt haben und es sektenhaft-verzerrt als Gesetz predigen. Wird das biblische Prinzip der Stadtkirche aber deshalb ungültig, nur weil einige Sondergruppen darauf pochen? Wenn Gott Ihre Stadt sieht, was sieht er? Die Gemeinde zu Houston, Hamburg, Taipeh, Buenos Aires und Johannesburg! Sehen Sie, was er sieht? Das Überwinden des DenominationalismusDie entstehenden
Kongregationen oder Pastorenkirchen (Ebene 2) verbanden sich im Lauf der
Kirchengeschichte zu sogenannten Denominationen, wörtlich Benennungen, also
Gemeindebünden und Verbänden, die sich nach einer bestimmten Lehre (die
"Täufer" oder "Baptisten", die Pfingstgemeinden), einer
Methode (die Presbyterianer, Methodisten), einer Gründerperson (Luther, Calvin)
oder einem Ort (Herrenhuter Brüdergemeinde, Marburger Kreis) benannten oder
eine konfessionelle Aussage (reformiert, katholisch, uniert, orthodox, unabhängig
etc.) in ihrem Namen trugen.
Schienenwechsel: von 2 & 4 auf 1 & 3Die biblische Heimat der Gemeinde befindet sich auf zwei Ebenen oder mit einem anderen Bild gesprochen: Die Christenheit ist einem Zug vergleichbar, der auf zwei Schienen fährt: Schiene 1 (das Haus) und Schiene 3 (die Stadt oder Region). Auf diesen beiden Ebenen ist christliche Verbindlichkeit wichtig und das zeigt sich u.a. daran, dass an diesen Orten die Finanzen zusammengelegt werden. Heute finden jedoch die meisten Gemeinden ihre Identität noch auf Schiene 2 (Pastorenkirche) und 4 (einer bestimmten Denominaton). In Beschlag genommen durch die ständig laufenden eigenen Programme und Aktivitäten auf der sogenannten "Gemeindeebene" (gemeint ist Schiene 2) und die dazukommenden denominationellen Verpflichtungen, sind die meisten Christen in denominationellen Pastorenkirchen wie abgeschottet vom Rest des Leibes Christi ihrer Region; kommen noch nicht einmal dazu, mit ihren christlichen Nachbarn im selben Wohnviertel Gemeinschaft zu haben, weil die verschiedenen denominationellen Gemeinden, zu denen sie gehören, alle verschiedene Programme haben. Sie leiden durch die langjährigen Fixierungen auf einen kleinen Teil der großen Gemeinde Gottes an einer sehr drastischen Art von Mangelkrankheit, entwickeln ein ungesundes Clan-Denken, eine Art geistlicher Inzucht, und entwickeln ähnlich stolze Gefühle über ihre "besonderen Erkenntnisse" oder Erfahrungen wie die alten Korinther. Gott ist nun dabei, diesen Zustand zu verändern, und immer mehr Christen - davon ganz besonders die junge Generation - finden sich mit diesem Zustand einfach nicht länger ab. Sie spüren instinktiv, dass etwas mit dem denominationellen System (2 plus 4) nicht stimmt. Im Zeitalter der Globalisierung schauen sie bewusst über ihren Tellerrand hinaus, suchen die Nähe aller Christen vor Ort, wollen sich lokal, dort wo sie wohnen, engagieren und warten nur darauf, gemeinsame Celebrations zu feiern. Zeit für prophetische Fusion
Wir werden deshalb in den kommenden Monaten und Jahren eine
Zeit der Fusionen von Christen und ganzen Gemeinden erleben, die erkennen,
dass sie denselben genetischen Code haben, und die lokal und regional
Verantwortung füreinander und miteinander eingehen werden, weil sie spüren,
dass ihr Herr das möchte. In vielen Städten und Regionen haben erstaunlich
viele Gemeinden weit mehr gemeinsam als was sie scheinbar trennt: sie haben
einen spürbaren gemeinsamen Nenner, ähnliche Vision, ähnliche Werte und
einen ähnlichen Herzschlag, weil sie einen gemeinsamen Herrn haben.
Und sie haben auch meistens ein gemeinsames Problem: sie wachsen nicht wirklich oder nur sporadisch, stehen vor verschiedenen Wachstumsbarrieren, die Mitglieder sind durch die Vielzahl der Programme in Beschlag genommen, die Pastoren sind am Rand der Überlastung, die finanziellen Belastungen sind drückend und fast jeder merkt: irgendetwas fehlt, irgendetwas stimmt nicht. Kennen Sie das? Gemeinde X in Y bekommt überraschend in einem faszinierenden Angebot eine große Halle mit z Sitzplätzen zum Kauf offeriert. Obwohl das Projekt finanziell und auch praktisch zwei oder drei Nummern zu groß ist, kommt es zu einer heftigen Diskussion. Die einen sind überzeugt, dass Gott hier die langersehnte "Ernte- oder Erweckungshalle" für die Gemeinde anbietet, die anderen winken ab und warnen davor, sich nicht unendlich zu übernehmen. In der darauffolgenden "Prüfungszeit" kommt es zu keinem klaren Ergebnis, der Weg scheint wie versperrt, die Fronten verhärten sich. Der Finanzierungsplan will nicht aufgehen, wertvolle Menschen wenden sich von der Gemeinde deswegen ab, die Gebäudekomission kommt nicht vom Fleck, alles scheint wie gesperrt. Nach etwa 6 Monate langem Unentschiedensein der Gemeinde kauft ein Geschäftsmann das Gelände oder Gebäude und nutzt es nun für kommerzielle Zwecke. Aus der Perspektive der Stadtkirche gesehen sieht der Vorgang völlig anders aus. Gott bietet diese Halle eben nicht "Gemeinde X" an, sondern der Stadtkirche, der Kollektivität aller Christen vor Ort. Gott will der Stadtchristenheit einen Ort für ihre Celebrations zur Verfügung stellen. Doch es ist wie bei einer großen Familie unter dem Weihnachtsbaum: ein reicher Onkel will der ganzen Familie ein wirklich großes Geschenk machen, doch ein vorlauter Junge aus der Familie will das Geschenk nur für sich haben. "Es gehört mir, mir allein, denn ich bin der Stärkste, Beste, Bravste", kräht er. "Nein, es gehört der ganzen Familie", sagt der Onkel. "Nein, es gehört mir", weiß es der vorlaute Bursche besser" aber ich erlaube den anderen, auch manchmal damit zu spielen", fügt er diplomatisch hinzu. Was wird ein weiser Onkel tun? Er wird sein Geschenk traurig wieder mit nach Hause nehmen oder es einem Kind auf der Straße schenken. Die "2 Prozent-Architektur"Ich beobachte, wie Gott in einer Reihe von Regionen und Städten der Christenheit ein Gebäude anbietet, damit sie in einer modernen Form der "Säulenhalle Salomos" auf Stadtebene zusammenkommt. Ich gehe davon aus, dass die entstehenden Stadtkirchen etwa 10% der Wohnbevölkerung ihrer Region in den nächsten Jahren anziehen werden. Bei einem bis zu 5-fachen Mehrfachnutzen würde ein solches Zentrum also ca. 2 Prozent der Wohnbevölkerung einer Region oder Stadt Platz bieten müssen. Durch Sterben zum Leben
Wenn die Gruppe von Gemeinden einer Region oder Stadt, - die
reif genug sind, über alle kleinen oder kleinlichen Unterschiede
hinwegzusteigen und sich in die Arme zu fallen, - miteinander
verschmelzen und in etwas Neues hineinsterben, könnte dies der prophetische
Anfang einer völlig neuen Epoche der Kirchengeschichte werden. "Wenn das
Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein. Wenn es
aber stirbt, so bringt es viel Frucht." Genau diese Dynamik gilt nicht
nur für uns allein, sondern auch für die Christenheit als Ganzes. Wie könnte
das praktisch geschehen?
Einige Vorteile dieser Entwicklung
Praktische SchritteDa dies
eigentlich Sache der Regionen und Städte ist, in denen dieser Prozess nun anläuft,
möchte ich mich bewusst darauf beschränken, nur einige der wesentlichen
Voraussetzungen zu einem solchen Schritt zu nennen:
Im Januar
2001, Jestetten Wolfgang
Simson |